hoomn: Vom digitalen schwarzen Brett zum stadtweiten Intranet

Mai diesen Jahres berichteten wir über das Stuttgarter Startup hoomn, welches eine Art Anonymes Schwarzes Brett im Internet darstellt. Seitdem ist einiges passiert: Nach Einführung einer öffentlichen Kommentarfunktion wurde offiziell gelauncht und die App seitdem über 35.000 Mal gedownloadet.

hoomn.com

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Letzten Monat konnte das junge Stuttgarter Unternehmen auf rund 12.000 aktive Nutzer zurückblicken, auch das Geschäftsmodell ist mittlerweile klarer definiert. „Wir befinden uns derzeit mit regionalen Tageszeitungen im Gespräch“, erzählt Gründer Manuel Schulze begeistert. Gerade für regionale Tageszeitungen ist das hoomn-Konzept ein potenziell interessantes Thema. Die Zeitungen müssen immer weiter digitalisieren, um im Wettbewerb mithalten zu können. Hierfür werden ständig neue Lösungen gesucht. Das spannende an hoomn: Die lokalen News sind ein Livestream für alles, was in der direkten Umgebung passiert, inklusive Leserkommentare. „Bei uns ist alles auf Interaktion ausgelegt“, erklärt Manuel, „der Nutzer liest nicht nicht einfach nur, er kann selbst Content generieren und mit bereits vorhandenen Inhalten interagieren“

Das Henne-Ei-Problem muss gelöst werden

Ganz neu ist der Jobstream, der seit 2 Wochen in Stuttgart Pilot läuft. Arbeitgeber können hier Nebenjobs reinposten und direkt in Kontakt mit möglichen Arbeitnehmern treten. „Unser Ziel ist immer noch dasselbe“, erklärt der junge Gründer, „wir möchten ein stadtweites Intranet werden, in dem alle Stakeholder aufeinandertreffen: Bürger, Unternehmen, soziale Institutionen und Organisationen können sich untereinander austauschen und in Transaktion miteinander treten.“

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Manuel (blauer Pulli) und sein Team

Hinzugekommen ist aber ein neues, übergeordnetes Ziel: Retention. Die Nutzer sollen das Bedürfnis verspüren, die App erneut zu öffnen, auch wenn Monate seit der letzten Nutzung vergangen sind. „Hierfür müssen unsere Inhalte noch attraktiver werden“, erklärt Manuel. Wie bei vielen Startups kennt auch hoomn das Henne-Ei-Problem nur zu gut: Ohne Nutzer, keinen Content. Aber ohne Content auch keine Nutzer.

Um das zu ändern, arbeiten Manuel und sein Team viel mit dem Feedback der bereits vorhandenen User. Bis Ende des Jahres soll es die Möglichkeit eines direkten Chats zwischen den einzelnen Nutzer geben, außerdem soll die Anonymität optional gelockert werden können. „Viele unserer Nutzer fragen nach einen persönlichen Profil“, sagt Manuel, „diesem Wunsch wollen wir nachkommen. Natürlich nur, wenn der Nutzer das auch will. Für alle anderen bleibt hoomn nach wie vor zu 100% anonym.“ Manuel betont, wie wichtig das Feedback der Nutzer für das Projekt ist. Je mehr Feedback, umso höher der Mehrwert für alle Beteiligten. Kritik, Anregungen und Wünsche kann man gerne HIER loswerden!

Lächeln Schenken: sinnvolles Spenden via hoomn 

Aus dem Nutzerfeedback heraus ist das Projekt „Lächeln Schenken“ in Kooperation mit der Caritas entstanden. In sozialen Netzwerken herrscht ein reges Gesuche nach Sach- & Zeitspenden. „Oftmals findet sich aber nicht das Richtige“, erklärt Manuel die Problematik, „meist wird Frauenkleidung gespendet. Gesucht werden aber zb Herrenjeans, Taschenrechner, Schulranzen.“ Als Lösung wurde ein eigener Stream eingeführt, in dem sowohl Spendenaufrufe als auch Angebote eingestellt werden können. Die Nutzer können sich gegenseitig sofort kontaktieren, sofern sich eine Möglichkeit zum Austausch findet. Ursprünglich als ganzheitlicher Ansatz erdacht, gewinnt der neue Spendenstream durch die Flüchtlinge an Aktualität. Manuel und sein Team möchten ihn im neuen Jahr deutschlandweit ausbauen, in Stuttgart und Region ist er bereits sehr gut angelaufen.

Hauptkategorien

Das Startup verzeichnet ein stabiles lineares Wachstum, die zweite Finanzierungsrunde soll bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die Gespräche mit potenziellen Investoren beschreibt Manuel als „sehr zäh“. Deutschland sei diesbezüglich weniger risikofreudig also zum Beispiel die USA -aber das ist ja nichts Neues.

Das Stuttgarter Startup hoomn möchte sich international etablieren -angefangen wird erstmal in der DACH-Region.

Wir sind gespannt darauf, wie es mit Manuel und seinem Team weitergeht!

Weitere Infos unter:

www.hoomn.com

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