vantastec: revolutionäres Marketing

Carsten Detzer lernte in Kalifornien einen New Yorker Unternehmer kennen. Dieser arbeitete an einer Software, welche Alter & Geschlecht des Probanden auswertete und genau bestimmen konnte. Carsten war begeistert -und überlegte, wie er diese Software am besten in Deutschland verkaufen könnte. Nach langem Überlegen kam er zu der Erkenntnis, dass der Unterschied zwischen männlich und weiblich, jung und alt am größtem in der Fashion Industrie ausgeprägt war. Ein gutes halbes Jahr arbeitete der 30 jährige an einem Businessplan und überzeugte damit einen Business Angel, welcher über 25 Jahre lang Geschäftsführer von Schöller-Eiscreme war. Allerdings wollte dieser nicht genug Geld für Berlin rausrücken, sodass Carsten gezwungen war, sich einen günstigeren Standort zu suchen

Russland, Lettland, Indien? Mazedonien!!

Aufgrund der langen guten Beziehung zu einem Geschäftspartner aus Mazedonien fiel die Entscheidung recht schnell. Nach einem 3-tägigen Aufenthalt im November 2014 entschied sich der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann dafür, seinen Produktionsstandort in Skopje aufzuziehen. „Wenn man in einem anderen Land arbeitet ist es wichtig, einen ortsansässigen, der Landessprache mächtigen Mitarbeiter zu haben“, erzählt Carsten, „zum einen wegen der ganzen Bürokratie, zum anderen als Vertrauensperson für die einheimischen Mitarbeiter.“

Vantastec

Kurz darauf, im Dezember, investierte dann auch der Business Angel und das Projekt konnte starten. „Das war alles eine sehr verrückte Zeit“, erinnert sich der gebürtige Bayreuther, er selbst konnte kaum Mazedonisch, die Mazedonier sprachen kein Deutsch und allenfalls gebrochenes Englisch. Sein CTO Besim wohnte 14 Jahre in Deutschland und sprach dementsprechend perfekt Deutsch, sodass Carsten neben der Vertrauensperson wenigstens ihn zum reden hatte.

Auch an Dramatik fehlt es nicht 

Wie nicht anders zu erwarten, kam es in der Anfangszeit natürlich alles anders: „Irgendwann mussten wir feststellen, dass unsere Technologie überhaupt nicht funktioniert.“ Ein neues Konzept musste her und mit diesem bewarb sich Carsten bei einem Startup Wettbewerb des Netzwerks Nordbayern im Sommer 2014. Daraufhin rief ihn ein Münchner Patentanwalt an und riet Carsten, seine Idee patentieren zu lassen. So besitzt vantastec aus Bayreuth seit letztem Jahr ein Patent auf eine Stele, welches den Kunden durch ein Verfahren automatisiert erkennt. Der Kunde sieht sich nun in den zur Auswahl stehenden Klamotten und kann sich drehen und bewegen, wie vor einem normalen Spiegel. Die Sensoren erkennen das Geschlecht, das Alter und die Konfektionsgröße des Users.

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Gerade in der Bekleidungsindustrie könnte dieses neue Werbekonzept hohe Wellen schlagen. Der stationäre Handel befindet sich seit der Geburtsstunde der online shops mehr und mehr in der Krise, das Ladengeschäft muss zum Einkaufserlebnis transformieren, die Kunden müssen gradezu angelockt werden.

Der Prototyp

Der Prototyp

Carsten nahm an einem Startup Wettbewerb der Wissensfabrik Deutschland teil und erhielt Herrn Ludwig Vordemfelde, den Eigentümer dreier großer Multilabelstores in Gießen, Kassel und Fulda, als Mentor zugeteilt. Dieser stellte ihm seinen Store in Kassel zur Verfügung, um den momentan einzigen Prototypen auszustellen. Das Gerät steht noch diese Woche bei

Köhler Männermode und Stella Fashion

Obere Königsstraße 37

34117 Kassel

Sehr große Ziele, natürlich!

Auf die Frage, was für Ziele denn vantastec für die Zukunft verfolgt, antwortet Carsten lachend: „Sehr große Ziele natürlich!“ Nächstes Jahr möchte Carsten in die USA expandieren, da sich der größte, zusammenhängende Markt für Mode dort findet.

Das Businessmodell klingt ebenso simple wie erfolgsversprechend: Carsten möchte seine Spiegel in großen Malls mit unterschiedlichem Markensortiment platzieren. Die verschiedenen Fashion Labels können sich nun Targeting Fields buchen. Stellen wir uns also mal vor, das FashionLabel XYZ stellt Kleidung für Frauen mittleren Alters her. Sobald nun eine vorbeilaufende Kundin diese Kriterien (Alter & Geschlecht) erfüllt, erkennt die Software auch noch automatisch ihre Konfektionsgröße (aber sie verrät sie keinem ;)) und die Frau sieht sich selbst in den XYZ-Klamotten der aktuellen Kollektion. Der Spiegel weisst der Kundin dann noch den Weg zu dem Store, in welchem sie die Klamotten kaufen kann. Über einen angezeigte QR-Code kann sie die Klamotten auch direkt online bestellen.

Carstens Mission ist es, seine Erfindung an Bus- und U-bahnhaltestellen zu platzieren und so das Marketing in der Modewelt zu revolutionieren.

Weitere Infos unter:

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